So schützt Du Dich vor Etikettenschwindel

So schützt Du Dich vor Etikettenschwindel

Written by Taco

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Die Hersteller sind kreativ wenn es um die Vermarktung Ihrer Produkte geht. Die Bevölkerung entwickelt mehr und mehr ein Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise und greift zu vermeintlich gesunden Produkten. Dabei zahlt der Kunde gerne mehr. Doch sind die als „gesund“ suggerierten Produkte tatsächlich gut für uns, oder ist alles nur Etikettenschwindel?

Ich erinnere mich noch sehr gut an die Werbungen der 80er wie z.B. von Kinderriegel, dem Riegel mit der extra Portion Milch. Noch besser hat mir die Werbung von Milchschnitte gefallen, der kleinen Milch-Mahlzeit, die nicht belastet und sogar von Sportprofis beworben wurde. Na wenn sich ein Sportprofi kurz vor dem Wettkampf/Training eine Milchschnitte gönnt, dann muss die kleine Milch-Mahlzeit ja gesund sein.

Das Produkt muss heute nicht mehr direkt mit „gesund“ beworben werden, denn dafür gibt es genügend Synonyme die den Kunden austricksen. Vital, Balance, 100% Natur, Ohne Zucker, Ohne Zusatzstoffe, ohne Geschmacksverstärker usw. usf. um mal einige zu nennen. Aber auch mit Farben und Bildern wird getrickst. Bilder von Obst auf Süßigkeiten oder Getränken suggerieren z.B. „Vitamine“.  Da fällt mir spontan die Werbung aus den 80ern von Nimm Zwei ein (siehe Video)„10 Lebenswichtige Vitamine und Traubenzucker in fruchtige Bonbons verpackt“. Und plötzlich taucht ein Mann im Anzug auf der doch tatsächlich sagt: „Weil es sich hier um ein außerordentliches Produkt für die Eltern handelt, wiederholt Nimm Zwei diese Werbeschaltung“. Und es geht von vorne los. 

Wer gibt seinen Kindern nicht gerne fruchtige Bonbons mit Vitaminen statt Obst mit in die Schule.

So schützt Du Dich vor Etikettenschwindel

Der Blick auf das Etikett lohnt sich. Nur weil Vital, Balance & Co. drauf steht, bedeutet das noch lange nicht, dass das Produkt gesund bzw. eine bessere Alternative darstellt.

Etikettenschwindel netto_vivavital_produktfoto © Foodwatch

Foodwatch Windbeutel Kandidat 2012 – Viva Vital Hackfleisch-Zubereitung Netto. Bildquelle: Foodwatch

Nehmen wir als Beispiel die Viva Vital Hackfleisch-Zubereitung der Netto-Eigenmarke, die Foodwatch vor etwa 2 Jahren zur Brust genommen hat. Netto bewarb das Produkt mit 30% weniger Fett und der Zugabe von pflanzlichem Eiweiß. Dabei hat sich herausgestellt, dass es zum einen mit Wasser und Weizen gestreckt und mit Rote-Beete-Saft und Paprikaextrakt gefärbt wurde und  unterm Strich sogar mehr Fett als herkömmliches Hackfleisch aus der Theke aufwies. Foodwatch startete darauf die E-Mail Aktion, „Mehr Brutto für Netto“, an der mehr als 12500 Verbraucher teilnahmen. Foodwatch hatte Erfolg mit der E-Mail Aktion und Netto reagierte. Viva Vital Hackfleisch-Zubereitung wurde zwar aus den Regalen entfernt, aber dafür einfach unter einem anderen Namen (hackplus) weiter angeboten. Sehr vertrauenerweckend!

Ein Blick auf das Etikett lohnt sich immer. Aber auch kritisches Hinterfragen ist in der heutigen Zeit angebracht. Mit dem Blick auf das Etikett kannst Du z.B. bis zu 700kcal pro Tag einsparen. Da ist zum abnehmen oft eine Diät nicht mehr notwendig. Der größte Übeltäter ist der Zucker. Dieser ist im Großteil aller verarbeiteten convenience Produkten enthalten. Ob Wasser, Milch, Joghurt, Smoothies, Snacks, Pizzen, Burger, Brot, Brotaufstrich, Müsli usw. Es wäre einfacher convenience Produkte aufzuzählen, die keinen Zucker enthalten.

Die Trickkiste der Hersteller ist groß

Wer auf seine Fettzufuhr achtet greift beim Einkaufen gerne nach „fettarmen“ Produkten. Aber ist ein fettarmes Produkt tatsächlich die vernünftigere Alternative?

Fettärmere Milchprodukte weisen oft einen höheren Kohlehydrateanteil (Zucker) auf. Auch hier Lohnt sich der Blick auf das Etikett. Zum einen schmecken die meisten fettreduzierten Milchprodukte überhaupt nicht und statt auf das Fett ist es vernünftiger auf den Zuckergehalt zu achten. Lieber weniger von der Vollfettstufe genießen, statt eines ungenießbar fettarmen Produkts.

Auf der Website von Foodwatch findest Du viele Informationen zum Etikettenschwindel. Jedes Jahr wird der goldene Windbeutel gekürt. Dieser Negativpreis wird von Foodwatch für die dreisteste Werbelüge des Jahres verliehen. Auch Du kannst mit Deiner Stimme mitmachen, denn aus fünf nominierten Produkten können Verbraucher in einem Abstimmungsverfahren ein Produkt auswählen.

Hier sind die bisherigen Preisträger:

2009: Actimel von Danone

2010: Zott Monte Drink

2011: Ferrero Milchschnitte

2012: Hipp Kinder-Früchtetee

2013: Wild/SiSi Werke Capri Sonne

2014: Nestlè Alete Mahlzeit zum Trinken ab dem 10. Monat

Vernünftige Alternativen

drink more water Flasch © mawi

In kürze bei uns im Produkttest, die drink more water Flasche von Mawi. Bildquelle: Mawi

Für viele Produkte gibt es hervorragende und vernünftige Alternativen. Statt einem gekauften Fruchtjoghurt lieber selbst einen zubereiten. Das geht fix und man weiß was drin ist. Falls Du keine selbstgemachte zuckerfreie/ zuckerarme Marmelade griffbereit hast, dann probiere es doch mal mit Honig. Im Mittelmeerraum bekommen Kinder heute noch selbstgemachten Naturjoghurt mit einem Schuss Honig als Nachtisch. 

Vorsicht vor Stillem- und Mineralwasser mit Fruchtgeschmack. Mit den Abblildungen von Früchten wird beim Kunden „Gesundheit“, „Vitalität“ und „Vitamine“ suggeriert, liefern aber pro Flasche mit 1,5L bis zu 23 Stück Würfelzucker. Da kann man gleich zu Softdrinks greifen.

Wer den „Geschmacks“ Kick beim Wasser trotzdem genießen möchte, kann sich selbst ein Wasser mit Fruchtgeschmack zubereiten. Das geht ganz fix ohne Zucker und Chemie, ist gesund und mit der richtigen Flasche macht das richtig Spaß. Ein Produkttest dazu folgt in kürze.

Bildquelle: Amazon


Achte beim Vollkornbrot aus dem Supermarkt darauf, ob dieser mit Zucker gefärbt wurde. Noch besser ist es sich das Brot z.B. mit einem Brotbackautomaten** selbst zu backen. Wir backen schon seit Jahren unser Brot selbst und entscheiden was reinkommt. Dinkelvollkornmehl mit Nüssen, Leinsamen, Olivenöl, Oliven, Gewürzen, Sesam etc. Du entscheidest nach Deinen Wünschen und Vorlieben. Es gibt nichts Leckereres als der Duft eines frisch gebackenen Brotes. Gute Brotbackautomaten gibt es schon ab €50,-. Der Vorteil eines Brotbackautomaten: Du gibst alle Zutaten hinein und schließt den Deckel. Den Rest übernimmt die Maschine. Kneten, ruhen, aufgehen, backen, voilla, Dein frisch gebackenes Brot in 3 Stunden.

Selbstverständlich ist es in Ordnung, wenn man sich ab und zu mal etwas gönnt. Bei Produkten für Kinder ist es empfehlenswert auf den Zuckergehalt zu achten und diesen soweit es möglich ist zu reduzieren. Leckeres und frisches Obst ist ebenfalls süß und liefern neben dem Frucht eigenen Zucker zudem wichtige Vitamine und Mineralstoffe, anders als bei Fertigprodukten die mit künstlichen Vitaminen und Fruchtzucker vollgestopft sind.

Auch Nahrungsergänzungen können keine natürliche Nahrung ersetzen. All die Vitamin- Calzium, Magnesium Tabletten & Co. kann man durch eine vernünftige Ernährung ersetzen und liefern dem Körper nebenbei wichtige Enzyme.

Fazit

Der Wille sich gesünder und bewusster zu ernähren ist nicht der Griff zu vermeintlich überteuerten Fitness, Vital und Balance Produkten, sondern eine Lebenseinstellung. Wir haben das Glück in einer Gesellschaft zu leben, bei der wir selbst entscheiden können was wir konsumieren. Das kreieren eines eigenen Fitness- und Ernährungs-Lifestyles ist der Grundbaustein für einen gesunden Körper.

Die Nährwert-Ampel ist immer wieder im Gespräch und wird auch früher oder später kommen; bei unserem Glück wohl eher später, da die Lobby der Lebensmittelindustrie gegen die rot-gelb-grün Kennzeichnung ist. In Großbritannien wurde die Nährwert-Ampel schon voriges Jahr (2013) eingeführt. Auch in Deutschland fordern Ärzteverbände, Krankenkassen und Verbraucherzentralen mehr Transparenz.

Aber seien wir mal ehrlich, ob nun Nährwert-Ampel oder nicht, ein Blick auf das Etikett verrät uns heute schon welche Zutaten enthalten sind.

Wissenswerte Informationen über Etikettenschwindel, Produkte, Inhaltsstoffe, Gesetzesänderungen und vieles mehr erhältst Du auf folgenden Websites:

Foodwatch – die essensretter

Verbraucherzentrale Ampelcheck.de

Verbraucherzentrale Lebensmittelklarheit.de

Codecheck – Produkte checken und gesund einkaufen

**Affiliatelink

Hi, ich bin Taco, Gründer von Taco´s Fitnessblog, TacoFit und KiloFight. Ich schreibe aus eigenen Erfahrungen als ambitionierter Kraftsportler und Fitness Coach zum Thema Ernährung, Krafttraining, abnehmen, Muskelaufbau und möchte mit meiner Begeisterung zum Kraftsport und meinen Erfahrungen möglichst viele Menschen erreichen, unterstützen und motivieren an sich zu glauben. In den vergangenen Jahren habe ich krankheitsbedingt über 120kg zugenommen und innerhalb 3 Jahren 90kg ohne Hungerkuren und Jo-Jo Effekt erfolgreich wieder abgenommen. Ich helfe Dir beim erschaffen Deines persönlichen Fitness Lifestyles.

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